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Cake day: June 22nd, 2023

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  • Queer ist nicht nur ein Sammel- oder Oberbegriff für alle nichtbinären, nicht-cis und non-hetero Identitäten, sondern auch ein Auffangbegriff und inkludiert auch diverse andere Lebens- und Liebesmodelle, die nicht dem heteronormativen Bild entsprechen. Dazu gehören z.B. auch genderfluide Identitäten oder polyamoröse Beziehungen.

    Das einzeln aufgeführte Q ist allerdings auch historisch gewachsen. Das Kürzel kam ursprünglich als LGB im Zusammenhang mit einer Sammelbewegung gegen die Diskriminierung sexueller Orientierungen auf. Bald danach haben sich transidente Personen angeschlossen und das T wurde an das Kürzel angehängt.
    In den 1990ern kam die Queer-Theorie auf, die als Kulturtheorie die Auflösung von Machtverhältnissen, Identitäten und Normen vor allem im Zusammenhang mit Geschlecht und Sexualität, aber auch Klasse und Rasse (dem amerikanischen Race-Begriff, wohlgemerkt, nicht die europäische Rassentheorie) untersucht und anstrebt.
    Im Zuge dessen wurden auch andere queere Identitäten für die LGBT-Bewegung relevant, schlossen sich ihr an und das Q wurde der Abkürzung hinzugefügt. Ursprünglich hatte das Q also eine ähnliche Funktion wie das heutige + oder * am Ende der Abkürzung. Weil das ein bisschen doppelt gemoppelt ist, wird das Q heute ab und an auch als Questioning neu gedeutet (wobei das wirklich nur ab und an der Fall und keineswegs die Regel ist).

    Nachtrag: heute verwenden auch viele den Begriff queer für sich als Label, die die anderen Begriffe für sich als zu eng oder nicht ganz passend empfinden.




















  • Naja, der Zug soll halt schon auch wieder fahren. Ein anderer Kommentar sagt ja auch, dass eine der Motivationen ist, dass die Züge und damit das Kunstwerk durch die Gegend gefahren werden. Wenn es darum geht, kann so ein Kompromiss funktionieren.

    Ich sage ja auch nicht, dass jeder Scheiß draufbleiben soll. Irgendwelche Hakenkreuze oder ähnliches müssen natürlixh auch weiterhin entfernt werden.


  • Ich verstehe nicht, wieso sich Leute an Grafitti stören. Okay, Fenster und die technischen Beschriftungen sollten frei bleiben. Abgesehen davon finde ich bunte Züge meistens deutlich hübscher, als irgendein schräges Corporate Design. Und strukturell beschädigt wird die “Hülle” ja auch nicht dadurch.
    Klar sollten Sprayer*innen nicht über Bahnanlagen klettern, alleine schon ihrer eigenen Sicherheit wegen. Aber kann man da nicht irgendeinen Kompromiss finden, dass die Betriebe einzelne Züge oder Wagen an einem sicher zugänglichen Ort bereitstellen und die nicht zu übersprühenden Flächen abkleben? Ist bestimmt immer noch billiger als die Reinigung.